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Kurze Wege im Notfall: SPD Burscheid nimmt Zukunft des Krankenhauses Wermelskirchen in den Blick
Wer plötzlich schwer erkrankt oder sich verletzt, braucht schnelle und verlässliche Hilfe. Für viele Menschen aus Burscheid ist das Krankenhaus Wermelskirchen deshalb seit Jahren eine wichtige Anlaufstelle – auch wenn es auf dem Gebiet der Nachbarstadt liegt.
Die SPD Burscheid hat nun einen Arbeitskreis eingerichtet, der den laufenden Sanierungsprozess aus Sicht der Burscheider Bevölkerung begleiten wird. Dabei geht es vor allem um eine Frage: Wie kann eine wohnortnahe medizinische und notfallmedizinische Versorgung für Burscheid langfristig gesichert werden?
Das Krankenhaus befindet sich weiterhin in einem Insolvenzverfahren. Der Rat der Stadt Wermelskirchen hat beschlossen, die Klinik für zunächst drei Jahre mit bis zu drei Millionen Euro jährlich zu unterstützen. Das verschafft dem Haus eine wichtige Perspektive, bedeutet aber noch keine endgültige Rettung. Der Sanierungsplan muss im weiteren Verfahren noch von den Gläubigern angenommen werden.
„Im Notfall interessiert niemanden, ob das nächste Krankenhaus hinter einer Stadtgrenze liegt. Dann zählen kurze Wege, schnelle Hilfe und eine gute medizinische Versorgung“, erklärt Ralph Liebig, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion Burscheid. „Deshalb wollen wir die Interessen der Burscheiderinnen und Burscheider in die weitere Diskussion einbringen.“
Der Arbeitskreis wird Gespräche mit Ärztinnen und Ärzten, Fachleuten aus Medizin und Diagnostik sowie weiteren Beteiligten führen. Dabei soll unter anderem geklärt werden, welche Bedeutung das Krankenhaus konkret für Burscheider Patienten und die Notfallversorgung hat, welche medizinischen Angebote dauerhaft erhalten bleiben sollen und wie sich der Rheinisch-Bergische Kreis als Mitgesellschafter an der Zukunftssicherung beteiligt.
Für den Pressesprecher der SPD Burscheid, Klaus Nierhoff, ist das Projekt aufgrund seines medizinischen Hintergrunds auch persönlich bedeutsam: „Das Krankenhaus Wermelskirchen genießt bei vielen Menschen großes Vertrauen. Dieses Vertrauen ist über Jahre durch gute Erfahrungen, persönliche Betreuung und verlässliche medizinische Arbeit entstanden. Ein solches Angebot darf man nicht allein aus wirtschaftlicher Sicht betrachten. Entscheidend ist, was sein Fortbestand für die Versorgung der Menschen in unserer Region bedeutet.“
Die erste Besprechungsrunde des Arbeitskreises findet am Mittwoch, 22. Juli 2026, statt. Die SPD Burscheid wird anschließend über die nächsten Schritte und die gewonnenen Erkenntnisse informieren.