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Gemeinsamer Ergänzungsantrag: Umgestaltung von Unterer Hauptstraße, Marktplatz und Kirchenkurve: Gemeinsamer Ergänzungsantrag für ein nachhaltiges Parkhaus als Baustein im ISEK Burscheid 2030
Beim Bürgerworkshop zum ISEK Burscheid 2030 (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept „Burscheid 2030“) am 17.12.2025 wurde ein Punkt besonders klar: Parkdruck und Suchverkehr belasten die Innenstadt – und machen es schwer, Untere Hauptstraße, Marktplatz und Kirchenkurve so aufzuwerten, wie viele Bürgerinnen und Bürger es sich wünschen.
Genau darauf reagieren wir jetzt gemeinsam: SPD Burscheid, Bündnis für Burscheid (BfB) und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben am 15.01.2026 einen Ergänzungsantrag bei der Stadt Burscheid eingereicht – als Ergänzung zum BfB-Antrag vom 31.03.2025 zur Erstellung eines Parkraumkonzepts.
Worum geht es im Ergänzungsantrag?
Die Verwaltung soll die Umsetzungsvorbereitung eines kommunalen, ökologisch nachhaltigen Parkhauses im Bereich zwischen Mittelstraße und Unterer Hauptstraße fachlich prüfen – inklusive der Integration einer barrierearmen, öffentlich zugänglichen Toilette.
Ziel ist es, den Parkdruck spürbar zu senken und damit die Voraussetzungen zu verbessern für:
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eine menschenfreundliche Umgestaltung der Unteren Hauptstraße (Aufenthaltsqualität, Veranstaltungen, sichere Wege),
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autoarme bzw. teilweise autofreie Varianten (mit geregelten Lieferzeiten),
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Anwohnerparken mit vergünstigten Dauerparkoptionen,
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kommunale Steuerung von Betrieb, Gebühren und Ausgestaltung.
Warum dieser Schritt – und warum jetzt?
Im Workshop wurden wiederholt Hinweise benannt, die aus unserer Sicht im laufenden Prozess zwingend berücksichtigt werden müssen: frühere Bürgerhinweise seien in Varianten teils zu wenig abgebildet, es gebe deutliche Bedenken gegen eine mögliche Verlagerung der Verkehrsführung über die Carl-Lauterbach-Straße im Bereich „Bergische Stube“, und es bestehe der Wunsch nach einer echten Aufwertung des öffentlichen Raums – zugleich aber Zweifel, ob die bisherigen Varianten tragfähig sind.
Der Parkdruck ist dabei der zentrale Engpass: Er erzeugt Suchverkehr, Nutzungskonflikte und erschwert die bürgernahe Umgestaltung der Unteren Hauptstraße im Sinne des ISEK.
Was soll die Verwaltung konkret prüfen?
Damit am Ende nicht „Meinung gegen Meinung“ steht, sondern belastbare Entscheidungsgrundlagen, soll die Verwaltung dem zuständigen Ausschuss (ASWT) eine schriftliche Darstellung vorlegen – u. a. zu:
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Grunderwerb/Verfügbarkeit (Zeit-/Kostenrahmen, Risiken)
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Rückbau/Abbruch (Voraussetzungen, Risiken, ggf. Gutachten)
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Planungsrecht und erforderliche Schritte
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Konzeptskizze Parkhaus (Kapazitätsspanne, Baukörper, Optik, Betrieb/Bewirtschaftung inkl. Anwohnerparken)
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Erschließung/Verkehr (insb. Mittelstraße/Carl-Lauterbach-Straße)
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Wirtschaftlichkeit/Förderkulisse (Invest, Betrieb, Einnahmen, Förderwege)
Außerdem soll das Planungsbüro ASS Hamerla fachlich eingebunden werden, damit die Ergebnisse konsistent in den laufenden ISEK-Prozess einfließen.
„Ökologisch nachhaltig“ heißt bei uns: mehr als nur ein Parkdeck
Im Antrag ist klar beschrieben, was ein kommunales, ökologisch nachhaltiges Parkhaus umfassen soll – neben Stellplätzen insbesondere:
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PV-Anlage (Dach/Fassade) inkl. Lastmanagement für Ladeinfrastruktur
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Regenwasserrückhalt (z. B. Retentions-/Gründach, Zisterne) und wo möglich Entsiegelung/Versickerung
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Dach-/Fassadenbegrünung mit Pflegekonzept
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rückbaubare/umnutzungsfähige modulare Bauweise
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Mobilitätshub-Funktion (sicheres Fahrradparken inkl. Lastenräder, Sharing, ÖPNV-/Fußwegeanbindung)
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energieeffizienter Betrieb (LED/Sensorik, möglichst natürliche Belüftung)
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plus: Integration einer barrierearmen, öffentlich zugänglichen Toilette
Warum auch „kommunal“ geprüft werden soll
Unabhängig von den Workshopbeiträgen soll auch die Option einer kommunalen Umsetzung betrachtet werden – unter anderem vor dem Hintergrund, dass privat getragene Entwicklungen sich teils deutlich verzögert haben (im Antrag wird beispielhaft das Montanusquartier genannt). Ziel ist eine belastbare Entscheidungsgrundlage inklusive Bewertung von Zeit-, Risiko- und Einflussfaktoren.
Kurz gesagt
Wir wollen, dass die Umgestaltung von Unterer Hauptstraße, Marktplatz und Kirchenkurve nicht an Parkdruck und Suchverkehr scheitert. Der gemeinsame Ergänzungsantrag liefert dafür einen konkreten, prüfbaren Baustein im ISEK-Prozess – mit klaren Prüfkriterien, Nachhaltigkeitsstandards und einem praktischen Mehrwert (öffentliche Toilette).
Unser gemeinsamer Antrag
Die Ratsfraktionen von SPD Burscheid, Bündnis für Burscheid und B90/ Die Grünen Burscheid legte der Stadt Burscheid heute folgende Anfrage vor...
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Runge,
die Fraktionen SPD Burscheid, Bündnis für Burscheid (BfB) und Bündnis 90/ Die Grünen Burscheid stellen folgenden Ergänzungsantrag zum bereits bestehenden Antrag des Bündnis für Burscheid vom 31.03.2025 zur Erstellung eines Parkraumkonzepts:
Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen des ISEK Burscheid 2030 die Realisierung eines kommunalen, ökologisch nachhaltigen Parkhauses im Bereich zwischen Mittel- und unterer Hauptstraße fachlich vorzubereiten und die dafür erforderlichen Grundlagen zu ermitteln (z.B. Grunderwerb, Rückbau, Planungs- und Erschließungsfragen, Wirtschaftlichkeit/ Förderung) sowie die Integration einer barrierearmen, öffentlich zugänglichen Toilette.
Ziel ist, den Parkdruck in der Innenstadt spürbar zu reduzieren und damit die Voraussetzungen zu schaffen für:
· eine menschenfreundliche Umgestaltung der unteren Hauptstraße im Sinne des ISEK (Aufenthaltsqualität, Veranstaltungen, sichere Wege),
· einen autofreien Bereich entlang der unteren Hauptstraße (inkl. Freistellung für morgendliche Lieferzeit),
· Anwohnerparken mit vergünstigten Dauerparkoptionen,
· zusätzliche kommunale Steuerung von Betrieb, Gebühren und Ausgestaltung.
Mindestinhalte der Vorprüfung (zusammengefasst)
Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus eine schriftliche Darstellung vor zu:
1. Grunderwerb/Verfügbarkeit (Wege, Zeit- und Kostenrahmen, Risiken)
2. Rückbau/Abbruch (Voraussetzungen/Risiken, ggf. notwendige Gutachten)
3. Planungsrechtliche Einordnung und erforderliche Schritte
4. Konzeptskizze Parkhaus (Kapazitätsspanne, Baukörper, in einer an die Umgebung angepassten, gefälligen Optik, Betrieb/Bewirtschaftung inkl. Anwohnerparken)
5. Erschließung/ Verkehr (insb. Mittelstraße/ Carl-Lauterbach-Straße)
6. Wirtschaftlichkeit/Förderkulisse (Invest/ Betrieb/ Einnahmen/ Förderwege)
Das Planungsbüro ASS Hamerla ist fachlich einzubinden, damit die Ergebnisse konsistent in den ISEK-Prozess einfließen.
Ein kommunales, ökologisch nachhaltiges Parkhaus umfasst – neben ausreichenden Kfz-Stellplätzen – insbesondere:
1. PV-Anlage (Dach/Fassade) inkl. Lastmanagement für Ladeinfrastruktur,
2. Regenwasserrückhalt (z. B. Retentions-/Gründach, Zisterne) sowie – soweit möglich – Entsiegelung/Versickerung,
3. Dach-/Fassadenbegrünung mit Pflegekonzept,
4. rückbaubare und umnutzungsfähige Bauweise (modular/klare Raster),
5. Mobilitätshub-Funktion (sicheres Fahrradparken inkl. Lastenräder, Sharing-Angebote, ÖPNV-/Fußwegeanbindung),
6. energieeffizienter Betrieb (LED/Sensorik, möglichst natürliche Belüftung).
7. Integration einer barrierearmen, öffentlich zugänglichen Toilette.
Begründung:
Im Bürgerworkshop zur Planungsphase des ISEK Burscheid 2030 wurden Planungsansätze vorgestellt und mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalpolitik diskutiert. Dabei wurden wiederholt Punkte benannt, die aus Sicht der Antragsteller in der weiteren Bearbeitung zwingend zu berücksichtigen sind:
1. Frühere Bürgerhinweise (Bürgerinformation am 05.09.2024) seien in den dargestellten Ansätzen nur unzureichend abgebildet; zentrale Zielsetzungen wie autoarme/auto(frei)e Bereiche, Entsiegelung und ein erkennbarer Mehrwert für Bürger und Anwohner seien nicht konsequent hinterlegt.
2. Gegen eine Reaktivierung/Verlagerung der Verkehrsführung über die Carl-Lauterbach-Straße im Bereich Bergische Stube wurden deutliche Bedenken geäußert (Risiken für schlechtere Aufenthaltsqualität und eine etablierte Gastronomie-/Begegnungsfunktion in der Kirchenkurve).
3. Es besteht ein klarer Wunsch nach einer echten Aufwertung des öffentlichen Raums (Marktplatz als Veranstaltungsort, PKW-Beruhigung/PKW-Freiheit, Weiterentwicklung der Kirchenkurve), zugleich aber Zweifel, ob die Varianten hierfür tragfähige Lösungen liefern.
Als zentrales Problem wurde im Workshop der Parkdruck in der Innenstadt (untere Hauptstraße und Umfeld) benannt – für Anwohner, Gewerbe/Beschäftigte, Besucher, Kirchengänger sowie Veranstaltungsverkehr. Der Parkdruck erzeugt Suchverkehr, Nutzungskonflikte und erschwert die bürgernahe Umgestaltung der unteren Hauptstraße im Sinne des ISEK.
Vor diesem Hintergrund schlagen wir vor, die Realisierung eines kommunalen, ökologisch nachhaltigen Parkhauses im Bereich zwischen Mittel- und unterer Hauptstraße fachlich vorzubereiten. Bei möglichem Erwerb kann dort – unter Beachtung der baulichen/planungsrechtlichen Rahmenbedingungen – ein kommunal betriebenes, ökologisch nachhaltiges Parkhaus entstehen, das den Parkdruck reduziert und damit die Voraussetzungen für eine verkehrliche Entlastung und autoarme/teilweise autofreie Gestaltungsvarianten (mit geregelten Lieferzeiten) verbessert. Anwohnerlösungen (z. B. vergünstigte Dauerparkoptionen) sind ausdrücklich mit zu betrachten; ebenso die notwendige verkehrliche Konzeption (Erschließung/Verkehrsfluss).
Damit die Ergebnisse konsistent in den laufenden Prozess eingebunden werden, ist das Planungsbüro ASS Hamerla (IEHK Burscheid 2025 / ISEK-Schritte) einzubeziehen.
Unabhängig von den Workshopbeiträgen ist zudem die Option einer kommunalen Umsetzung zu prüfen. Hintergrund sind Erfahrungen mit deutlich verzögerten privat getragenen Entwicklungen – beispielhaft sei das Montanusquartier genannt. Ziel ist eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die weiteren ISEK-Schritte einschließlich Bewertung von Zeit-, Risiko- und Einflussfaktoren.
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